Primärmultiplexanschluss (PMX)

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Primärmultiplexanschluss

Der Primärmultiplexanschluss ist unteranderem bekannt als PMx-Anschluss. Dessen Struktur setzt sich aus mindestens 16 bis zu 30 Kanälen zusammen und ist dadurch genau strukturiert. Dazu kommen noch zwei extra Kanäle, einmal der Signalisierungskanal und der Synchronisationskanal. Zusammen kommt man also rein rechnerisch auf bis zu 32 Kanäle. Jeder Kanal bekommt die gleiche Geschwindigkeit, alle 32 Kanäle erhalten 64 kBit/s. Somit ergibt sich in der Summe, dass maximal 2 mBit/s darüber übertragen werden.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten, diese 2 mBit/s zu realisieren. Für kürzere Distanzen werden hier meistens Kupferdoppeladern eingesetzt. Diese Leitungsschnittstelle auf elektrischer Bauweise wird auf UK2 genannt und wird in Deutschland am häufigsten für Primärmultiplexanschlüsse eingesetzt.

Die Reichweite liegt hier bei ca. 1,8 bis zu 3,5 Km. Anders dazu gibt es UG2, hierbei wird je Richtung ein Lichtwellenleiter angeschlossen. Hierbei sind die Dämpfungen auf einer langen Strecke geringer und somit lassen sich damit große Strecken zur Vermittlungsstelle leichter realisieren.

Die UK2 Schnittstelle basiert auf einer Kupfer-Doppelader und bringt eine Reichweite von 1,8 bis 3,5 Km.

In Deutschland gibt es 87000 Primärmultiplexanschlüsse im Jahr 2014. 2015 waren es noch ca. 86000, ein Rückgang hier ist spürbar. (Quelle: Jahresbericht BNetzA 2016)